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Verrechnungspreise

​Verrechnungspreise: Neue globale OECD-Standards für die Dokumentation und Offenlegung

Die OECD und die G20-Länder haben im Jahr 2013 einen 15-Punkte-Aktionsplan zur Bekämpfung von Gewinnverkürzung und Gewinnverlagerung („Base Erosion and Profit Shifting“, BEPS) veröffentlicht. Seitdem werden fortlaufend Diskussionsentwürfe zu einzelnen Maßnahmen veröffentlicht. Mit BEPS werden u.a. die fast 20 Jahre alten Regelungen zur Verrechnungspreisdokumentation grundlegend überarbeitet.

Die im Aktionsplan vorgestellten Maßnahmen sollen sicherstellen, dass Gewinne dort besteuert werden, wo die wirtschaftliche Aktivität und Wertschöpfung stattfindet. Der Aktionspunkt 13 (Leitlinien zur Verrechnungspreisdokumentation und länderbezogenen Berichterstattung, BEPS Action 13), ist für die zukünftige Verrechnungspreisdokumentation von besonderem Gewicht. Die OECD formuliert folgende drei Ziele der Dokumentation der Verrechnungspreise: Steuerehrlichkeit, Risikoabschätzung, Vollständigkeit.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Einführung des Country-by-Country-Reporting. Zukünftig sind nach einem dreistufigen Ansatz die Stammdokumentation (Master File)  und die landesspezifische Dokumentation (Local File) durch eine länderbezogene Berichterstattung (Country-by-Country Reporting) zu ergänzen. Die Vorgaben an das Master und das Local File sind nun eindeutiger geregelt und weichen inhaltlich deutlich vom bisher Bekannten ab. Das Country-by-Country-Reporting ist völlig neu und ist ab dem Geschäftsjahr 2016 von Unternehmen mit einem konsolidierten Umsatz von über 750 Mio. € anzuwenden.

Internationale Unternehmen sollten sich frühzeitig auf die neuen Vorgaben vorbereiten. Dabei ist zu prüfen, ob die geforderten Daten vorliegen und wie der Prozess der Datenzusammenstellung und -überprüfung ausgestaltet und technisch umgesetzt werden kann. Durch Testläufe auf der Basis von Vergangenheitsdaten können Engpässe im Datenbeschaffungsprozess und Risiken in Zusammenhang mit der Interpretation dieser Daten identifiziert werden.

Mehr zum Thema Verrechnungspreise erfahren Sie in den PKF Nachrichten 06/2015

PKF Nachrichten

Das Brennpunktthema der PKF Nachrichten liefert wichtige Informationen zur Dokumentation und Offenlegung von Verrechnungspreisen.

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Verrechnungspreisdokumentation

Praktische Anforderungen bei grenzüberschreitenden Leistungsbeziehungen

Mit dem OECD-Aktionsplan gegen „Base Erosion and Profit Shifting“ (BEPS) hat das Thema Verrechnungspreise an Beachtung gewonnen. Schon seit Jahren verpflichten Deutschland und andere Industriestaaten Unternehmen, bei grenzüberschreitenden Leistungsbeziehungen mit nahestehenden Personen, Aufzeichnungen zur Angemessenheit der Verrechnung zu führen.

Dieses Thema hat besonders für die Finanzverwaltung an Bedeutung gewonnen: Entsprechende Anfragen im Rahmen von steuerlichen Außenprüfungen haben signifikant zugenommen. In solchen Fällen verbleibt den betroffenen Unternehmen in Deutschland zwar noch grundsätzlich eine Frist von 30 bzw. 60 Tagen, um die Dokumentation einer angemessenen Verrechnung vorzulegen; Schwierigkeiten entstehen jedoch, wenn erst auf Anfrage der Finanzverwaltung mit den entsprechenden Arbeiten zur Dokumentation begonnen wird.

Gut beraten ist, wer in Anbetracht der erheblichen steuerlichen Folgen rechtzeitig Vorsorge trifft. Dies setzt allerdings u. a. fundamentale Kenntnisse des deutschen (Außen-) Steuerrechts voraus. Auf Grundlage unserer praktischen Erfahrungen bei der Erstellung von derartigen Dokumentationen geben wir Ihnen mit unserer Broschüre zur Verrechnungspreisdokumentation wertvolle Hinweise auf Aspekte, die Sie aus deutscher steuerlicher Sicht beachten sollten.

PKF Spezial

Das PKF Spezial zum Thema Verrechnungspreise liefert wichtige Informationen zur Erstellung von Dokumentationen, die aus deutscher steuerlicher Sicht beachtet werden sollten.

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