PKF Deutschland

Wirtschaftsprüfung &
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Reihengeschäfte

Wesentliche Änderungen bei grenzüberschreitenden Reihengeschäften 

Lieferverträge mit mehreren Partnern aus verschiedenen Ländern gehören zum Tagesgeschäft. Die umsatzsteuerliche Beurteilung solcher Reihengeschäfte wurde nun durch zwei grundlegende BFH-Urteile wesentlich geändert. Nach dem BFH darf der Transportauftrag nicht mehr als maßgebliches Kriterium herangezogen werden. Einziges Kriterium ist stattdessen der Zeitpunkt der Übertragung der Verfügungsmacht am Liefergegenstand. Bei einem Reihengeschäft ergibt sich nun für den ersten Lieferer ein erhebliches Risiko, wenn er nämlich über die zwischen dem zweiten Lieferer und dem letzten Abnehmer getroffenen Vereinbarungen nicht im Bilde ist. Deshalb ist im Gegensatz zur bisherigen Übung zuerst die letzte Lieferung zu bewerten, da es stets darauf ankommt, wann der Letzte in der Reihe Verfügungsmacht erhalten hat.

Dringend anzuraten ist bis zu einer gesetzlichen Regelung eine umfassende Prüfung beste-
hender und abzuschließender Reihengeschäfte sowie eine rechtzeitige Beweissicherung. Für den ersten Lieferer könnte es die Lösung sein, sich von seinen Abnehmern versichern zu lassen, dass die Verfügungsmacht erst im Zielland übergeht, um die Steuerfreiheit der ersten Lieferung sicherzustellen.

PKF Nachrichten

im „Brennpunkt“ der Doppelausgabe PKF Nachrichten 07-08/15 steht das Thema Reihengeschäfte.